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Clinical Septomics

Die Paul-Martini Forschergruppe Clinical Septomics bildet die Brücke zwischen den beiden grundlagenorientierten Forschergruppen Fungal Septomics und Host Septomics sowie der klinischen Anwendung. Seit März 2014 sind die Forschungsarbeiten von Clinical Septomics Bestandteil des Zentrum für Klinische Studien am Universitätsklinikum Jena

Aus dem Labor in die Praxis

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Betreuung auf der Intensivstation

Sepsisinfektionen und die damit verbundenen direkten und indirekten Behandlungskosten nehmen zu. Doch an pathophysiologisch gut begründeten Konzepten sowie evidenzbasierten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen mangelt es. Deshalb sind neue Ansätze zur Behandlung der schweren Sepsis bisher gescheitert. Der Übergang von einer lokal begrenzten Infektion in eine systemische Sepsis ist fließend und mit klinischen Parametern allein nicht zuverlässig zu erfassen. Der Zeitpunkt der Diagnose und damit die Initiierung therapeutischer Maßnahmen ist jedoch der entscheidende Überlebensfaktor. Sowohl im prähospitalen als auch im intrahospitalen Verlauf einer Infektionserkrankung vergehen häufig viele Stunden bis zur Diagnose und adäquaten Behandlung auf der Intensivstation. Eine frühzeitigere Diagnose mittels sensitiver und spezifischer molekularer Biomarker würde erheblich dazu beitragen, die hohe Letalität und Morbidität zu reduzieren.


Biomarker als Schlüssel

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Blutproben für die Analyse im Labor

Trotz des hohen wissenschaftlich-technischen Erkenntnisgewinns in der modernen molekularen Medizin ist es bisher nicht gelungen, eine leistungsfähige molekulare Sepsis-Diagnostik im klinischen Alltag zu etablieren. In anderen Bereichen der Medizin werden Biomarker seit langem in der präklinischen Forschung verwendet. Dazu gehören Therapiestudien zum Nachweis der Wirksamkeit eines Arzneimittels im Tiermodell oder in Phase I-Studien am Menschen. In klinischen Therapiestudien der Phase II- bzw. III werden Biomarker häufig als Surrogat-Endpunkte statt eines „harten“ klinischen Endpunktes verwendet. Clinical Septomics verfolgt das Ziel, neue krankheitsbezogene Biomarker wie Risikoindikatoren und prädiktive Biomarker zu entwickeln. Diese sollen für die primäre Sepsisdiagnostik und die prognostische Einschätzung des Sepsisverlaufes genutzt werden. Außerdem will Clinical Septomics sogenannte arzneimittelbezogene Biomarker identifizieren. Sie zeigen an, ob ein bestimmtes Medikament bei einem individuellen Sepsispatienten wirksam sein wird oder nicht bzw. potentiell sogar schadet. Es geht dabei um die Unterscheidung von Respondern und non-Respondern. sowie von Hoch-Risiko- und Niedrig-Risiko-Patienten. Langfristig will Clinical Septomics erreichen, dass klinische Therapiestudien an kleineren Patientengruppen mit Hilfe von Biomarkern durchgeführt werden können. So soll die Zulassung von neuen Sepsis-Therapeutika beschleunigt werden.


Expertise und Erfahrung

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Clinical Septomics: Jahrelange Erfahrung in der Durchführung diagnostischer Validierungsstudien

Eines der wesentlichen Defizite der bisherigen Sepsisforschung ist die klinische Validierung von potentiellen Biomarkern. Die überwiegende Mehrzahl derartiger Studien genügt den international verbindlichen „Standards for Reporting of Diagnostic Accuracy (STARD) Group“ nicht. Erst wenn die Resultate aus der Grundlagenforschung mit klinischen Befunden aus exzellent und aufwändig charakterisierten Patientenkohorten besser verknüpft werden, kann die Validierung neuer Sepsis-Biomarker beschleunigt werden. In der Grundlagenforschung werden häufig Ergebnisse zu neuen potentiellen Biomarkern und therapeutischen „targets“ publiziert. Der erhebliche finanzielle, methodische, logistische und mediko-legale Aufwand zur STARD-gerechten Vorbereitung und Durchführung diagnostischer Validierungsstudien wird hingegen unterschätzt. Die Forschergruppe Clinical Septomics verfügt über jahrelange Erfahrungen zur Durchführung solcher Studien. Der Leiter der Forschergruppe war bereits Mitte der 90iger Jahre maßgeblich für Validierungsstudien verantwortlich, die zur weltweiten Anwendung des Sepsismarkers Procalcitonin geführt haben.


Paul Martini

Clinical Septomics wird unterstützt von

Universitätsklinikum Jena




Septomics wird gefördert durch

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Bundesministerium für Bildung und Forschung