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Sepsisforschung bei Septomics - interdisziplinär, komplementär und translational

Aktuell arbeiten in SEPTOMICS drei Arbeitsgruppen an der Erforschung des Krankheitsbildes Sepsis.

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C. albicans - Wachstumstest

Die Arbeitsgruppe „Fungal Septomics“ unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Kurzai widmet sich schwerpunktmäßig den systemischen Pilzinfektionen. Die Inzidenz der Pilzsepsis hat in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen und die entsprechenden Infektionen weisen eine deutlich erhöhte Letalität auf. Bei „Fungal Septomics“ wird anhand der wichtigsten humanpathogenen Pilze Candida albicans und Aspergillus fumigatus untersucht, unter welchen Bedingungen eine Pilzsepsis entstehen kann und wie das Immunsystem darauf reagiert. Darüber hinaus koordiniert Prof. Kurzai eine europäische Multicenterstudie, die genetische Risikofaktoren für Pilzinfektionen analysiert.


Im Bild: Die Herstellung von Mutanten, d.h. gentechnisch veränderten Stämmen, ist ein wichtiges Werkzeug im infektionsbiologischen Labor. Die hier getesteten Mutanten von Candida albicans (untere vier Reihen) zeigen alle ein schlechteres Wachstum als der Ausgangsstamm (oberste Reihe), der bis zur niedrigsten Konzentration (ganz rechts) wächst. Solche Wachstumsdefizite können wichtige Hinweise auf die Funktion der mutierten Gene geben.


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Humane neutrophile Granulozyten im Rasterelektronenmikroskop

Die Arbeitsgruppe „Host Septomics” unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Hortense Slevogt untersucht komplementär, wie die wichtigsten Sepsiserreger das menschliche Immunsystem auf molekularer und zellulärer Ebene aktivieren. Dieser Schwerpunkt ist von zentraler Bedeutung, da der Verlauf der Immunaktivierung das Krankheitsbild der Sepsis entscheidend bestimmt. Ein besonderer Schwerpunkt der Gruppe liegt auf der „internen Kommunikation“ des Immunsystems, die durch körpereigene Botenstoffe, sogenannte Alarmine, vermittelt wird und den Verlauf einer Immunaktivierung entscheidend beeinflussen kann. Diese Kommunikationsprozesse sind für das Krankheitsbild der Sepsis bisher wenig untersucht.


Im Bild: Neutrophile Granulozyten (hier im Rasterelektronenmikroskop mit 5000-facher Vergrößerung) sind die häufigsten weißen Blutkörperchen. Sie gehören zu den „Fresszellen“ und sind damit Bestandteil der allgemeinen, unspezifischen Immunantwort. Neutrophile Granulozyten zirkulieren im Blut und wandern im Falle einer Infektion zum Ort des Geschehens. Dort nehmen sie die infektionsauslösenden Mikroben auf (Phagozytose) und verdauen sie.


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Probengewinnung und -analyse

Die vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur geförderte klinische Forschergruppe "Clinical Septomics" komplettiert das ZIK Septomics und stärkt den translationalen Aspekt. Die Forschergruppe wird von Prof. Dr. Frank Martin Brunkhorst geleitet (Paul-Martini-Stiftungsprofessor für "Klinische Sepsisforschung"). Zentrale Aufgabe von „Clinical Septomics“ ist die Verbesserung des klinischen Managements von Sepsispatienten über die Durchführung qualitativ hochwertiger klinischer Studien. Darüber hinaus dokumentieren die Mitarbeiter Krankheitsverläufe und koordinieren die Gewinnung von Probenmaterial für die Grundlagenforschung.


Im Bild: Die gewonnenen Patientenproben erhalten Barcodes, damit Ergebnisse später mit Anamnesedaten abgeglichen werden können.



Allianz gegen die Sepsissterblichkeit

Septomics im Video: Lernen Sie unsere Mitarbeiter kennen und erfahren Sie mehr über deren Motivation und ihre Forschungsziele.

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Impressionen vom Welt-Sepsis-Tag in Jena und Berlin

World Sepsis Day

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