Translational Septomics

Die Sepsis ist eine lebensbedrohliche Infektion, bei der es durch eine systemische Wirtsantwort zur Funktionseinschränkung oder zum Versagen von einem oder mehreren Organsystemen kommt. Menschen in jedem Lebensalter können erkranken.

In der Nachwuchsforschungsgruppe „Translational Septomics“ arbeiten Ärzte und Naturwissenschaftler gemeinsam in der Klinik und im Labor an der Entwicklung personalisierter diagnostischer und therapeutischer Strategien beim septischen Organversagen zur Verbesserung der mittel- und langfristigen Prognose von Überlebenden. Dafür sollen zugrunde liegende systemische sowie molekulare Mechanismen und die klinische Bedeutung von Organdysfunktionen in der akuten Sepsis und im weiteren Verlauf der Erkrankung, unter spezifischer Berücksichtigung des kardiovaskulären Systems und der Funktion von Signallipiden und Metaboliten, weiter erforscht werden. Konzeptionell sollen Erkenntnisse aus klinischen Studien grundlagenwissenschaftlich weiterbearbeitet sowie perspektivisch die Translation von gewonnenen Ergebnissen in die Klinik befördert werden.

Iterativer Studienzyklus

In einem iterativen Ansatz sollen klinische Daten und assoziative Beobachtungen am Krankenbett sowie die Ergebnisse der Analyse von Patientenproben im Labor auf Kausalität überprüft und verifiziert werden. Anschließend sollen die laborexperimentellen Ergebnisse wieder in den klinischen Kontext übertragen werden, um eine Generalisierung der Resultate für den Patienten zu prüfen.